HBLA Lentia
logo

4AHM im ARS Electronica Center

"Designe ein Headset für die Messung von Hirnströmen", so lautete der Designauftrag am Ars Electronica Festival 2017.

Im Rahmen des Ars Electronica Festivals 2017 nahmen Schülerinnen und Schüler der 4AHM am interaktiven Designworkshop "BR41N.IO" vom 08.09.17 bis zum 09.09.17 teil. Organisiert wurde der Workshop von der Firma g.tec medical engineering GmbH, die sich mit der Konstruktion und Anwendung von Brain-Computer-Interfaces auseinandersetzt.

Eine Kopfbedeckung für die Messung von Hirnströmen sollte mit Hilfe von Nähmaschinen und 3D- Drucker angefertigt werden. Dabei waren innovative Ideen gefragt.

Hirnströme werden in der Regel über kleine Elektroden, die in eine Haube eingearbeitet sind, gemessen. Funktionell hochwertige Hauben sind optisch nicht sonderlich interessant und sollten während des interaktiven Workshops mit einem anspruchsvollen Design erweitert werden. Dabei sollte die Funktionalität erhalten bleiben. Die Kopfbedeckungen sollen Hirnströme messen und die Ergebnisse an einen Computer zur Verarbeitung weitergeben. Damit können Menschen, die nicht in der Lage sind auf herkömmliche Art und Weise zu kommunizieren, Signale an die Außenwelt weiterleiten und damit Computer oder Aktuatoren mit ihrer Hirnaktivität steuern. Diese Technik wird vor allem im medizinischen Bereich zum Beispiel für Koma- oder Schlaganfallpatienten genutzt.

Nina Krammer, Sara Ivan, Tobias Schwarzlmüller, Matthias Francis Hosner und Moriz Simonsberger stellten sich der Herausforderung und kreierten in weniger als 24 Stunden mit zwei voll funktionsfähige Hauben zur Hirnstrommessung mit futuristischem Design.

Für Nina Krammer, Sara Ivan und Tobias Schwarzlmüller standen neben einem futuristischen Design auch ergonomische Aspekte im Vordergrund. Sie fertigten ein Headset das einen guten Halt für Elektroden garantiert und integrierten ein abnehmbares Nackenstützkissen. Matthias Francis Hosner und Moriz Simonsberger setzten sich mit der Kombination von Stoffen und alternativen Materialien auseinander. So konstuierten und druckten sie zunächst am Computer 3D Elemente und verarbeiteten diese später mit Textilien zu einem neuartigen Headset. 

Bei der langen Nacht der Museen am 07.Oktober wurden die Headsets im Foyer des ARS Electronica Centers zur Schau gestellt. Künftig sind die Hauben in der Main Gallery des ARS Electronica Centers zu sehen.

Der angefügte Kurzfilm zeigt den Entstehungsprozess und die fertigen Modelle des Events.